Werkgruppe
Gare d’Orsay
Klanglandschaft, Video, Papierarbeit, Rendering (CGI)
Auf Basis der Untersuchung von Orson Welles’ Film The Trial (1962, nach einem Roman von Kafka), der im Gare d‘Orsay in Paris gedreht wurde, und Le Corbusiers Skizzen (1962) für ein Hotelzimmer in einem Kongresskomplex, den man anstelle des Gare d‘Orsay bauen wollte, entwirft Weyermann eine multimediale Installation mit Renderings, einer Videoarbeit und einer Klangcollage.
Weyermann rekonstruiert eine Szene aus The Trial und generiert daraus eine Projektion, die auf verschiedenen medialen Ebenen Elemente räumlicher Darstellung und deren Wahrnehmung inszeniert. Die Szene, auf die sich Weyermann in dem Film bezieht, spielt in einem Treppenhaus, dessen perspektivische Darstellung dem Zuschauenden jegliches Gefühl der Orientierung nimmt. Dieses Treppenhaus ist Motiv der Arbeiten Nach dem Prozess I und II (2003). Die Renderings sind in Schwarz-Weiß gehalten und aus der Untersicht blickt man hoch zu einem steilen Treppenaufgang. Eine weitere Arbeit aus demselben Jahr beschäftigt sich mit Le Corbusiers Entwurf für das geplante und nie realisierte Hotel. Das Rendering Entwurf (Palais d‘Orsay) (2003), in dem verschiedene Entwürfe Le Corbusiers anklingen, beschreibt eine nie realisierte Möglichkeit und somit das Utopische als weitere Ebene im komplexen Prozess räumlicher Wahrnehmung.
